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Dresden – Semperoper
1841 eröffnete das neue Königliche Hoftheater – so hieß das Theater früher – und setzte seinen Baumeister Gottfried Semper schlagartig in den Mittelpunkt der europäischen Theaterszene. Der
berühmte Prachtbau im Stil italienischer Hochrenaissance fiel 1869 einem Brand zum Opfer und wurde erst 1878 wieder bezogen. 1842 kam Richard Wagner als Kapellmeister nach Dresden. Die Semperoper in
Dresden wurde 3 x neu errichtet. Die letzte Vorstellung vor der Zerstörung war Weber´s „Freischütz“, es war auch die erste Vorstellung bei der Wiedereröffnung am 13.Februar 1985, 40 Jahre nach dem
Desaster. Uns als Besucher erwartet eine innen – wie außenarchitektonisch originalgetreue Rekonstruktion im Stile der Hochrenaissance. Die Gestaltung des Innenraums erinnert an die Pracht der venezianischen
Palazzi. Kreisförmig um den Kronleuchter sind allegorisch Frauengestalten angeordnet, sie verkörpern die europäischen Theaternationen: Griechenland, England, Frankreich + Deutschland. Über der Bühne ist
eine Uhr ohne Zifferblatt in die Wand eingelassen, die im 5 minütigen Takt exakt anzeigt, wann die Vorstellung zu beginnen hat. Zahlreiche Opern erlebten hier ihre Uraufführung, so z.B.: „Rienzi“,
„Der fliegende Holländer“ , „Tannhäuser“ von Richard Wagner oder „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauß. Acht Opern von Richard Strauß wurden hier in der Semperoper uraufgeführt. Das
Opernhaus ist klassisch im Sinne der Renaissance. Beeindruckend wirken besonders das obere Rundfoyer sowie das obere Vestibül in ihrer renaissancehaften – klassischen Festlichkeit.
WoBo
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