Logoweb
Schriftzug

 â€žWIR in Dresden“ vom 07.Sept.2000 bis 10.Sept.2000, eine Kulturfahrt des TGS

 Dresden ist die Landeshauptstadt vom Freistaat Sachsen, Ministerpräsident ist Kurt Biedenkopf. Ca 510.000 EW in einer fruchtbaren von der Elbe durchzogenen Senke,

Neben den kulturhistorischen Bauten hat Dresden noch zu bieten: Techn. Universität, Hochschule für Verkehrswesen, Medizinische Akademie, Akademie der bildenden Künste, Musik- und Werkkunstschule, Konservatorium, Ballettschule u.m.a.m. DD war früher eine der schönsten Barockstädte Europas (man nannte es nicht umsonst auch Elbflorenz), heute ist die Stadt wieder im Kommen. Im Febr.1945 durch Luftangriffe stark zerstört, heute zum größten Teil wieder aufgebaut, Zwinger, Japan.Palais, Hofkirche, Kreuzkirche 1216 gegründet; von 1485 – 1918 Residenz der albertinischen Wettiner.

Etwas Geschichte:  Um 600 nahmen slawische Stämme das Gebiet an der Elbe in Besitz, was der damalige König Heinrich I. zu verhindern suchte. Er ließ 929 die Burg Meißen erbauen und im 12.Jhdt. strömten deutsche Bauern aus Thüringen + Franken ins Land und siedelten sich zu günstigen Pachtverhältnissen an, behielten aber im Gegensatz zu den slawischen Nachbarn ihre persönlichen Freiheiten. Etwa zu dieser Zeit fiel die Gegend an den Grafen von Wettin, die zu den mächtigsten Kurfürsten aufstiegen. Das kleine Dorf Dresd´any, als Ausgangspunkt eines Elbübergangs, gewann erst an Bedeutung, als im Gebiet um Freiberg Silber gefunden wurde. – Schon 1216 trug die Siedlung Dresden die Bezeichnung Stadt.

1287 entstand eine feste Elbbrücke. 1485 ließen sich die Albertiner in Dresden nieder, die Stadt wurde fürstliche Residenzstadt. Von nun an war der Aufstieg unaufhaltsam. 1547 erwarb Herzog Moritz die Kurwürde, damit entwickelte sich Dresdens Wirtschaft entscheidend. 1560 richtete Kurfürst August im Dachgeschoß des Schlosses eine Kunstkammer ein, die den Grundstock für die heute so berühmten Kunstsammlungen bietet. Bis in die Barockzeit fügte jede Kurfürstengeneration der Kammer neue Kunstwerke ihrer Zeit hinzu. August der Starke machte daraus sein berühmtes „Grünes Gewölbe“, ein Museum, dessen Exponate nicht nur den  Herrscher selbst vergnügte, sondern auch seine Machtentfaltung und Souveränität nach außen tragen sollte. August der II., August der Starke

1670 – 1733, König von Polen von 1697 –1733; Kurfürst von Sachsen seit 1694 als Friedrich August I.; in Sachsen absoluter Herrscher, in Polen infolge der Adelsopposition ohnmächtig, machte Dresden zur berühmten Barockresidenz. August III., Sohn August des Starken 1696 – 1763 war Kurfürst von Sachsen als Friedrich August II seit 1733 bis Preußen. – August der Starke wird nachgesagt, daß er allem sehr opulent frönte. Sei es Essen, Trinken, feiern  oder sich mit Frauen zu vergnügen. Eine bedeutende Rolle spielte da die Gräfin Cosel. Sie war eine seiner berühmten Mätressen. Nachdem sie in Ungnade gefallen war, durfte sie nicht mehr nach Dresden, sie zog sich auf die um 1100 gebaute mittelalterliche Burg Stolpen zurück und lebte hier von 1716 bis 1765, zuerst als Gefangene und nach Augusts Tod freiwillig. Das Grab der Gräfin Cosel befindet sich auf der Burg Stolpen. Neben der Frauenkirche in Dresden ist das wiedererstandene Palais Cosel zu bewundern.

Ob seiner üppigen Lebensweise sagt man dem Kurfürsten 354 Nachkommen gezeugt zu haben. Nach heutigen, sozialen Gesichtspunkten würde er mindestens das Vaterkreuz mit Brillanten und Lorbeerkranz und vielleicht sogar noch einen Zuchtbullenzuschlag bekommen.

Nehmen wir also an, es seien 354 Kinder, so würde nach heutiger Situation auch in Sachsen mit folgendem Kindergeld rechnen können, wohlweislich im Monat: 1.Kind DM 270,- ; 2.Kind DM 270,- ; 3.Kind DM 300,- und jedes weitere Kind DM 350,-, das ergäbe 350,- x 351,- = 122.850,- DM, zusammen also ca 124.000,- DM/Monat oder im Jahr etwa 1,5 Mio DM, damit könnte man schon etwas machen, manche Museen , Kirchen, Brücken oder andere Bauwerke restaurieren. August der Starke war ja bekanntlich auch König von Polen.                                                       

Voraussetzung dafür war aber der Übertritt zum Katholizismus. Im Zentrum der Stadt Dresden entstand die Katholische Hofkirche mit dem aufwendig verzierten Verbindungsgang zum Schloß . Im augustäischen Zeitalter entstehen ausgedehnte Gärten + Schloß Pillnitz, der Schloßgarten von Großsedlitz, zudem das Japanische Palais, die Dreikönigskirche, der „Goldene Reiter“, der Zwinger und das Taschenbergpalais von Matthäus Daniel Pöppelmann. In Meißen entsteht die Porzellanmanufaktur. Gegen den höfischen Barock grenzt sich allein die im Auftrag der Bürgerschaft entstandene Frauenkirche ab, die Ratszimmermeister Georg Bähr erbaute. Im 19. Jhdt. Erlebte die Stadt Dresden ihre kulturelle Blütezeit. Maler, Bildhauer, Literaten, Musiker als wichtigste  Vertreter der Frühromantik lassen Dresden zu einem kulturellen Mittelpunkt werden. Durch Carl Maria von Weber als Hofkapellmeister rückt Dresden in die erste Reihe deutscher Musikstädte. 1843 übernimmt Richard Wagner das Amt, Robert und Clara Schumann leben in der Stadt. Es entstehen die Schinkelwache auf dem Theaterplatz (1837 – 1841) und die Sempergalerie (1847 – 1857). Caspar David Friedrich wird 1816 Lehrer an der Akademie, Heinrich von Kleist schreibt seine Erzählung „Michael Kohlhaas“, E.T.A.Hoffmann das Märchen „Der goldene Topf“. Der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen lebt eine Zeitlang in Dresden, ebenso der russische Erzähler Dostojewski, um nur einige zu nennen. – Mit der Gründung der Sächsisch – Böhmischen – Dampfschiffahrtsgesellschaft (1837) wird die Elbschiffahrt ausgebaut. Die erste Eisenbahnstrecke verbindet Dresden mit Leipzig (1839) und verknüpft damit die wirtschaftlichen Zentren enger. I.Weltkrieg – im Herbst 1918 mehren sich in Dresden Kundgebungen gegen Krieg + Monarchie. Die Regierung wird im November abgesetzt und der sächsische König dankt mit den berühmten Worten ab: „Macht Euren Dregg alleene“.

Die sächsische Verfassung von 1920 bezeichnet das Land als „Freistaat“.

Während des II.Weltkriegs ist Dresden eine Oase des Friedens. Vom eigentlichen Krieg ist Dresden zunächst verschont. Anfang 1945 füllt sich die Stadt mit Flüchtlingen, Schulen und Turnhallen werden in Lazarette verwandelt, militärischen Schutz gibt es kaum. Die damalige Führung hoffte, die Alliierten würden die strategisch uninteressante Kunststadt schonen, aber das war ein Irrtum. Der 13.Februar 1945 geht als schwarzer Tag in die Annalen der Dresdner Stadtgeschichte ein. In wenigen Stunden wird die herrliche Barockstadt in großflächig und planmäßig durchgeführten Bombenangriffen dem Erdboden gleichgemacht. Drei Monate vor Kriegsende kommen 35.000 Menschen ums Leben, 85 % der Innenstadt sind zerstört. Ein völlig sinnloses Unternehmen hat „ganze“ Arbeit geleistet. – Wie zum Trotz erhebt sich aus dem Trümmermeer nur noch die Kuppel der Frauenkirche, die ca 60 Jahre später erst wieder aufgebaut werden soll. Am nächsten Morgen erliegt auch sie dem Feuersturm, die Überhitzung läßt den Sandstein brechen und die Kuppel stürzt in sich zusammen. Zu Zeiten der DDR wird Dresden eine großzügig angelegte sozialistische Großstadt, sie wird eine der 14 Bezirksstädte der DDR. Mit der Wende ist eine zweite Etappe des Wiederaufbaus eingetreten.

Zahlreiche Bauten werden komplett neu instandgesetzt. Mittels Spenden wird auch die Frauenkirche wiedererstehen. Dresden wird immer schöner, schon heute steht die Stadt an dritter Stelle in der Skala jener Orte, in denen die Deutschen am liebsten leben würden, wenn sie das Rentenalter erreicht hätten.

D i e Stadt hat Kultur, die Stadt hat internationales Fluidum und man spürt den Glanz des einstigen königlichen Regierungssitzes. Laßt uns Dresden + die Umgebung erleben und genießen, wir vom ORGA – Team wünschen viele schöne Eindrücke und unvergeßliche Erlebnisse.

 

WoBo