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Eine Reise nach Berlin........

 Fünf Tage waren für die weite Fahrt nach Berlin eingeplant zur turn- und kulturhistorischen Fahrt des TGS vom 13./17.Juni 2001. Vielen war Berlin noch vom Deutschen Turnfest 1987 in der damals noch geteilten Stadt in Erinnerung, die aber nun fast nicht wieder zu erkennen war. Das Org.Team: Ursel Bang, Rudolf Weber und Wolfgang Booß mußte den Termin in den Juni legen, weil im September in Berlin der sprichwörtliche Berliner Bär mit Messen, Kongressen, Ausstellungen u.v.a.m. los ist.

Vom TGS hatten sich 64 meist ältere Turner mit Anhang am Mittwoch, 13.06., früh auf den Weg gemacht, um nachmittags das Hotel in Berlin-Friedrichshain zu erreichen. Um nach langer Tour die fast steifen + müden Glieder wieder in die Reihe zu bringen, konnte man tags darauf ab 6:30 Uhr die in der Nähe gelegene „Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark“, einer gigantischen Schwimm- und Freizeitanlage im Stadtteil Friedrichshain aufsuchen. Es war ein stattliches Fähnlein Schwimmbegeisterter, die sich dort eingefunden hatten, um einige Bahnen zu ziehen. – Dann kam eine Stadtführerin in unseren Bus und wir bekamen interessante Eindrücke geschichtlicher und aktueller Art über Berlin vermittelt. Der Nachmittag des 14.06. blieb dem Besuch des Reichstags vorbehalten. Wir nahmen Platz auf den Besucherbänken im Plenarsaal. Hier tagt der deutsche Bundestag. Die Referentin ließ uns etwas über die Entstehung des Reichstags wissen, er wurde 1884 bis1894 nach Plänen von Paul Wallot im Stil der italienischen Hochrenaissance erbaut. Im 2.Weltkrieg stark zerstört, dauerte den Wiederaufbau bis 1970. Nachdem das Plenum in Bonn beschlossen hatte, daß Berlin wieder Hauptstadt Deutschlands wird, baute man das Gebäude nach Entwürfen des Architekten Norman Foster um. Leider war die gläserne Kuppel für uns nicht zugänglich, sie wird alle drei Monate eine Woche lang gereinigt. Das ist mindestens ein Grund wieder einmal nach Berlin zu fahren, um von der Kuppel des Reichstags Berlin von „oben“ zu sehen.

Abends konnte man „100 Jahre Berlin“ live im Friedrichstadtpalast in einer Revue erleben.

Der nächste Tag war wieder der Kultur gewidmet, zu Fuß wurde der sehr schön restaurierte Gendarmenmarkt, Friedrichstraße, Unter den Linden, Rote Rathaus (Sitz der Regierung, des Senats, von Berlin) bis hin zum Berliner Dom erwandert. Es bestand die Möglichkeit das weltberühmte „Pergamon – Museum“ zu besuchen (Gruppe Rudolf) oder alternativ das Bundesministerium der Verteidigung, Standortkommando Berlin, aufzusuchen (Gruppe Wolfgang). Hier erfuhr man etwas über die Aufgaben, Struktur + Strategie der Deutschen Bundeswehr mittels Vortrag und Videoshow.

Alle trafen sich gegen Mittag im Berliner Dom um diesen zu besichtigen und dem Orgelspiel (Große Sauer Orgel) zu lauschen. Im Nikolaiviertel wurde das „Berliner Milieu“ bestaunt, hier wurden die alten, kleinen Häuser wunderschön herausgeputzt, viele Kneipen bald an jeder Ecke. – Eine Fahrt per Schiff auf der Spree ist Pflichtsache eines jeden Berlinbesuchers, sieht man dadurch die neuen Regierungsbauten von der Rückseite her. Abends Freizeit en masse, um individuell die Stadt + Kulturangebote (Theater, Musical, Konzerte ...) kennenzulernen und ggfs. zu nutzen.

Samstag konnte man wieder wählen Gruppensplitting: Eine Gruppe fuhr nach Potsdam entweder zur Bundesgartenschau oder zur Besichtigung des Schlosses Sanssouci, die andere Gruppe machte sich auf zum Olympiastadion, um unter fachkundiger Führung etwas zur Entstehung + Geschichte des Stadions zu erfahren. Im Moment befindet es sich in einer Umbau- und Renovierungsphase, es soll 2006 abgeschlossen sein, aber da das übernächste Deutsche Turnfest ja in Berlin 2005 stattfinden wird, muß es schneller fertig sein. Um noch zusätzliche Sitzplätze + neue Reporterkabinen zu bekommen, wird der Rasen 3 m tiefer gelegt. Im Museum sah man die Anfänge der Turnerei in virtueller Darstellung, ebenso das Olympische Feuer von 1936 mit der Schale.- Alle trafen sich gegen Mittag in Potsdam, um wiederum bei einer geführten Stadtrundfahrt die herrlich wiederhergestellte Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten (Holländer Viertel, Russische Siedlung, Cecilienhof, Neuer Garten, Neues Palais u.a.) zu bestaunen. Selbstverständlich war ein Spaziergang im Park von Sanssouci und den Abschluß bildete die Schloßführung im Neuen Palais.

Die Rückfahrt diente der Erholung der Strapazen in Berlin, man ließ die Tage noch einmal Revue passieren. Viele Eindrücke hat man von Berlin mit nach Hause genommen und wird dort viel zu erzählen haben. Dank an Ursel und Rudolf für die Arbeit der Zusammenstellung des ausgewogenen Programms für „Eine Reise nach BERLIN .......“

Wolfgang Booß